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Pure Fleischeslust

Montag, 24. November 2008 | Autor: Sister

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Ungeborene Königsberger Klopse sehen dann wohl so aus, denn bei mir gehören jedenfalls noch die Zwiebelwürfel daran. Dazu Großmutters Tipp: Wer - genau wie bei Bouletten (Frikadellen, Bratklopsen, Fleischpflanzerl) - nicht mag, daß beim Garen, unabhängig ob Braten oder Kochen, die Zwiebelwürfel aus dem Fleisch dringen, der sollte sie vorher anschwitzen. Dann bleiben sie drin.

zwiebelwuerfel_01_sister.jpg

Egal welches Hackfleisch in welcher Form bei mir auf dem Tisch steht, Zwiebeln fehlen nie.

Thema: Fleisch, Zutaten | 2 Kommentare

Filet Kanton (Filet Hawaii)

Donnerstag, 16. Oktober 2008 | Autor: Sister

filet_hawaii_02_sister.jpgFleisch mit Obst erscheint nur demjenigen als Widerspruch, der so etwas noch nie probiert hat. Aber nicht nur Schwein süß-sauer vom Eckimbiß ist dafür ein gutes Beispiel. Die deutsche Küche kennt etliche Beispiele, z.B. Birnen, Bohnen und Speck; Backobstsuppe mit Schweinebauch oder auch nur schlichten Geflügelsalat. Sehr lecker ist auch das weiter unten genannte Rezept für Kasseler mit Ananas!

filet_roh_02_sister.jpgEine der bekanntesten Kombinationen ist auch das Filet Hawaii oder Toast Hawaii. In beiden Fällen handelt sich um ein mit Ananas (klassisch, man kann auch Pfirsich oder Mandarinen nehmen) belegtes Schweinemedaillon aus dem Filet, daß mit Käse gratiniert wird. Unser Beispiel hier ist mit Madarinen belegt, da sie auf der kleinen Fleischscheibe besser halten. Da die Mandarine aus China kommt, habe ich es einfach mal Kanton genannt.

Das Rezept ist schnell erklärt: Ofen vorheizen. Die mindestens 2 Finger dicken Filetscheiben sanft in ebenmäßige Form drücken (nicht klopfen, nicht breitquetschen), mit Öl, Salz, Pfeffer würzen und in heißem Öl von beiden Seiten ganz kurz kräftig anrösten. Dann die Scheiben in eine Auflaufform oder ähnliches nebeneinander legen und mit Ananas (…Pfirsich oder Mandarinen) belegen. Dann dick mit Käse bestreuen oder belegen und im Ofen fertiggaren. Die Medaillons sind fertig (also rosa, aber durch), wenn der Käse gut zerlaufen ist. Wenn der Käse unbedingt braun sein soll, müssen Sie die Filets halb durchbraten und den Käse nur übergrillen, sonst wird Ihnen das Fleisch hart.

Varianten: Sie können das Fleisch auch mit Sojasauce würzen oder die Scheiben mit Frühstücksspeck umwickeln. Guten Appetit.

Thema: Fleisch, Hauptgerichte, Obst | 2 Kommentare

Gulasch… - etwas anders

Sonntag, 28. September 2008 | Autor: Sister

gulasch_mit_knoedel_01_sister.jpgWer gern in seiner Küche werkelt, kennt wohl ein bis mehrere Gulaschrezepte. Diese deftige Mahlzeit schmeckt jedem Fleischfan und läßt sich leicht zubereiten, da einfach alle Zutaten zusammen ohne große “Mätzchen” in einem Topf schmoren. So weit, so bekannt.

Was ist jetzt an diesem Gulasch so besonders? Erstens: Er besteht zu 3/4 aus Herzfleisch und 1/4 magerem Suppenfleisch (insg. etwa 3,50 - 4 €). Zweitens: Die dicke braune Soße entstand aus roh püriertem Suppengrün (das erklärt den leicht grünlich/orangenen Touch auf dem Bild), was dem Gulasch kalorienarmen “Stand” und Inhalt gibt. Und drittens: Es beinhaltet weder Paprika noch Tomaten. Die Knödel wiederum habe ich gekauft, die Scheiben müssen nur im Wasserdampf in einem Sieb erhitzt werden. Da bot sich der Dampf aus dem Gulaschtopf geradezu an.

Das Rezept: Drei Zwiebeln grob würfeln, in etwas Fett so weit anbraten, daß sie zwar braun, aber nicht bitter sind. Ein Bund geputztes in der Küchenmaschine nach Geschmack grob oder ganz fein gehäckseltes Suppengrün mit anrösten. Wasser oder Fleischbrühe angießen, bis die Masse breiig ist und aufkochen lassen. Gut geputztes, gewürfeltes Herzfleisch (300 gr Rind, 300 gr Schwein) und das ganze Stück Suppenfleisch (200 gr ohne Knochen) in die kochende Gemüsemasse geben. Abschmecken sei jedem selbst überlassen. Schmoren, bis das Suppenfleisch weich ist, dieses dann aus dem Topf nehmen, kurz auskühlen lassen, in Würfel schneiden und wieder dazutun (bleibt dann saftiger und aromatischer). Herz ist zartes Muskelfaserfleisch, aufgrund seiner Konsistenz verkocht es allerdings nicht und wird auch nicht faserig.

Guten Appetit.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

Ein altes Gericht

Sonntag, 28. September 2008 | Autor: Sister

ochsenmaulsalat_01_sister_0.jpg

Als Sammler alter Kochbücher kommt man mit Rezepten in Berührung, die es heutzutage in Kochbüchern gar nicht mehr gibt - auch deswegen, weil die Zubereitung obsolet wird, da es a) alles fertig gibt und b) die ursprünglichen Zutaten gar nicht mehr zu haben sind. So habe ich mir eine Sammlung seltsamster Rezepte angeeignet, unter anderem eines für Ochenmaulsalat. Daß diese Speise jedoch gar nicht vom Speisezettel verschwunden ist, merkte ich erst auf dem Münchener Viktualienmarkt - da ich aus dem Nordosten stamme, war mir dieser Salat schlicht nicht geläufig. Ursprünglich wollte ich damit nur mein kurioses Rezept bebildern, aber vielleicht interessieren sich auch andere Menschen für ein Bild mit Ochsenmaulsalat. Ich habe jedenfalls lange nach einem gesucht. Ochsenmaulsalat, der im übrigen außer gescheibtem Rindsmaul noch Zwiebeln und Essig/Öl-Dressing beinhaltet, ist außerdem sehr lecker.

Thema: salate | Beitrag kommentieren

Die Avocado

Sonntag, 14. September 2008 | Autor: Sister

avocado_02_sister.jpgDie “Butterfrucht” eines Lorbeergewächses - die Avocado - kommt ursprünglich aus Südamerika. Hierzulande wird sie gerne pur, im Salat oder als Guacamole genossen. Das hellgelbe bis lindgrüne Fruchtfleisch der Avocado und der davon umhüllte große Kern haben ein so typisches Aussehen, dass beides einen hohen Wiedererkennungswert hat. Das Fleisch der Avocado oxidiert an der Luft genau wie der Apfel, aus diesem Grunde sollte man die Avocado mit ein paar Spritzern Zitronensaft zubereiten. Eigentlich ist die birnenförmige Frucht eine Beere; reif ist sie, wenn sie auf Fingerdruck sacht nachgibt.

Ein schnelles Rezept für Guacamole:

Eine Avodado halbieren und das Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln. Wenig Zitronensaft dazu träufeln. Mit der Gabel zerdrücken (oder in einem Schnellhäcksler zermusen), bei zufriedenstellender Konsistenz (cremig) vorsichtig mit Salz abschmecken. Nun eine gewürfelte Zwiebel und ein bis zwei zerdrückte Knoblauchzehen dazugeben, mit Cayennepfeffer abschmecken - voilá. Dieser leckere Dip kann unendlich variiert werden - viel Spaß beim Ausleben Ihrer kulinarischen Phantasien.

Thema: Gemüse | 3 Kommentare