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Das beste Steak der Welt

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lmf_entrecote_sister_01Ich habe mal gelesen, daß Steaks braten Männersache sei, aber ich finde, ich bekomme das auch ganz gut hin. Um eines vorwegzunehmen: Man kann kein gutes Steak braten, wenn man kein gutes Fleisch hat, Geschlecht hin oder her. Gutes Fleisch, abgehangen und von dunkelroter, satter Farbe, leicht marmoriert, hat die besten Chancen, das vollendete Steak zu werden. Es sollte mindestens zwei Zentimeter dick sein und 400 Gramm wiegen. Es ist sinnvoller, lieber ein großes, dickes Steak zu kaufen, zu braten und dann auf zwei Leute aufzuteilen, als zwei dünne zu kaufen, aber das ist eine Erfahrungssache, die jeder mit sich selbst ausmachen sollte.

Entrecôte ist meiner Meinung nach das beste Stück. Es gibt auch andere Teile, die sehr gut geeignet sind, aber ein Entrecôte schlecht zu braten ist auch wieder eine Kunst.

Leider habe ich zu diesem Stück kein „Nachher-Foto“, weil das Licht so schlecht war. Schade. Zubereitet habe ich es so:

1. Steak kaufen und zuhause in Öl und Pfeffer einlegen. Mindestens einen Tag liegen lassen, besser zwei.
2. Alle Dinge, die man über die Zubereitung von Steaks gelesen hat, vergessen.
3. Den Fettkern im Fleich mit einem kleinen scharfen Küchenmesser mehrmals einschneiden.
4. Eine genügend große Pfanne nehmen und einen halben Eßlöffel (je nach Größe des Steaks) Butter in der Pfanne zerlassen.
5. Warten, bis die Butter schäumt, aber noch blond ist. Steak hineinlegen.
6. Je nach Dicke und gewünschtem „Durchheitsgrad“ etwa 5-7 Minuten auf jeder Seite soft braten. Salzen.
7. Teilen oder nicht und mit allen Sinnen genießen.

Dieses Steak war so zart, daß ich es mit einem scharfen Steakmesser beinahe zerdrückt hätte. An alle Zweifler: Das Fleisch bekommt eine wunderschöne braune Kruste, schon alleine wegen der Butter. Und es wird nicht zäh, da es sanft in der Butter gart. Die Garzeit verlängert sich ein bißchen, weil Butter nicht so heiß wird wie Öl, dafür verbrennt aber auch die äußere Schicht nicht, während das Fleisch innen noch roh ist. Die Minuten sind Erfahrungssache, da ich auf Gas brate. Besser Fingertest machen.

lmf_kotelett_sister_01
Koteletts können genauso zubereitet werden. Auch hier sollte der Fettrand eingeschnitten werden, damit sie sich nicht in der Pfanne wölben. Die Garzeit kann unterschiedlich sein, auch hier mit dem Finger testen.

Also, haut rein!

14 Kommentare

  1. Steaks sind das einzige Lebensmittel, das ich mich nicht mehr traue, selbst zuzubereiten. Irgendwie ist es mir bisher noch immer misslungen. Vielleicht schaffe ich es mit dieser Anleitung 🙂 Auf jeden Fall läuft mir bereits beim Lesen das Wasser im Mund zusammen.

  2. 🙂
    Ich esse außerdem auch sehr gerne Ochsenkotelett als Steak (innen der Kern, Knochen und Rest wandern in eine Brühe). Dieses Fleisch ist aber sehr kernig, das muss schon gekaut werden. Hüftsteaks sind so eine Sache. Da sie sehr mager sind, sind sie auch sehr schnell trocken und zäh. Hüftsteaks kann man fast nur rare essen, finde ich.
    Ich habe auch eine Weile „geübt“, bis ich den Dreh raushatte und dabei eben festgestellt, daß es zu 70 % am Fleisch liegt und nicht an Koch/Köchin. Also nicht verzagen, mit verschiedenen Fleischarten probieren und im Zweifelsfall Geschnetzeltes essen (das kann man aus einem misslungenem Steak immer noch machen).
    Viel Erfolg! 🙂 (Und viel Glück beim Fleischkauf)

  3. Pingback: dpetereit: Neu auf LMF : Das beste Steak der Welt http://www.lebensmittelfotos.com/2010/08/25/das…

  4. Ich finde auch, um so besser das Fleisch, um so leichter lässt es sich zubereiten und um so geschmackvoller wird es.

    Danke für den schönen Beitrag.

    LG Primus09

  5. Bitte das heißt Entrecôte! *klugscheißmodus aus*

  6. Bitte das heißt Entrecôte! *klugscheißmodus aus*

  7. hab mal das richtige ô eingefügt…

  8. Kann dem Großteil der Vorredner nur zustimmen…wieso sollte man das Risiko eingehen, sich selber teures Fleisch zu kaufen und es im Anschluss zu versauen? Wenn man mal gute Steaks kaufen will…sollte man mal bei http://www.steaks-kaufen.de vorbeischauen…

  9. Ich brate das Steak auf jeder Seite auf voller Hitze an und leg es danach noch 10 Minuten bei 80-100 Grad in den Ofen. Dann ist es perfekt;-)

  10. Bei allem nötigen Respekt aber ein Fleisch von hoher Qualität einzulegen ist ein absolutes No-Go. Dann kann mach gleich in einen Supermarkt gehen und ein Steak aus der Massentierhaltung kaufen! Die Pfanne muss richtig heiß sein damit sich die Fleischporen schnell schließen und somit wenig Saft austreten kann. Damit fällt Butter schon mal weg. Ich würde Butterschmalz empfehlen , da es einfach hoch erhitzbar ist.

  11. der feinkostmeister hat den namen verdient!

    …das fleisch war sicher so genial, dass dus nicht mal mit deiner buttervariante ko. gekocht hast. da kannst dus auch gleich in schnellkochtopp stecken und eintopf draus machen;-)
    butter – um gottes willen! butterschmalz, besser noch pflanzenöl (hier angemerkt: besser ein einfaches rapsöl als ein schlechtes, oft trotzdem teures, ölivenöl nutzen)
    je dicke 2-4 minuten scharf anbrettern dann bei 10-15min im öfchen chillen lassen.
    so verteilt sich der saft schön im batzen

  12. Der Witz ist, dass es keine Fleischporen gibt, die sich schließen können. Wenn das so wäre, würde sich Hackfleisch, bei dem die Struktur vollkommen zerstört wird, verflüssigen.

    Butterschmalz verwenden „Gourmets“ vor allem, um ihr Steak zu verbrennen.

    Ich brate Steak nur noch in Butter. Und es ist ein Steak – außen knusprig und braun, innen so roh, wie ich es mag (einen Tick roher als rosa) und zart ohne Ende.

    Marinieren mag Geschmackssache sein (wobei ich einfach nur in neutralem Öl mit Pfeffer einlege, weil ich das Aroma mag), aber in Butter braten gibt lange kein Fleisch wie aus dem Eintopf.

  13. …mach lieber fotos. das rohe steak sieht gut aus.

  14. Gutes Rezept und wenn man das richtig mit der Butter ist das Steak göttlich!

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