Vor einigen Wochen wurde in einem Artikel von lebenslang unter anderem der Granatapfel bereits vorgestellt. Die Bilder dazu sind ganz großartig gelungen. Die Begeisterung für die Frucht hielt sich allerdings in Grenzen. Fazit: Sieht gut aus, ist aber sehr sauer und nur schwierig zu entkernen.
Da genau zu diesem Zeitpunkt ein Granatapfel in meiner Obstschale vor sich hinschlummerte, traute ich mich zunächst aufgrund des vorgenannten Artikels nicht an ihn heran. Er sah allerdings von Anfang ganz anders aus, war nicht rot, sondern gelblich/braun, mit harter Schale und überhaupt nicht besonders ansehnlich.
Andererseits scheute ich mich davor, ihn wegzuwerfen. Wahrscheinlich wartete ich darauf, dass er zu schimmeln begann und faul zu werden, damit ich ihn ohne schlechten Gewissens entsorgen konnte. Immerhin habe ich zu Hause noch gelernt: man schmeisst Lebensmittel nicht weg, solange sie noch essbar sind.
Aber er faulte nicht. So nahm ich ihn denn eines Tages mit in die Küche, setzte das Messer an, teilte ihn und war zunächst schon sehr erstaunt darüber, dass der Saft nicht durch die Gegend spritzte, sondern nur in die Glasschale floss, in der die Frucht lag. Ausserdem wich auch sein inneres Aussehen erstaunlich von dem des Bildes ab, dass ich im Beitrag von lebenslang gesehen hatte. Die Kerne waren mehr braun als rot, und das übrige “Fleisch” nicht weiß, sondern gelb. Nein, er sah auch jetzt noch nicht richtig lecker aus.
Eigentlich wollte ich ihn schon im Abfalleimer entsorgen, als ich mich dazu entschloss, doch vorher einmal diese Kerne zu probieren. Das Herauslösen war zwar auch nicht ohne, aber dafür schmeckten sie außerordentlich süß und aromatisch. Alles in allem: ich habe sie genüsslich verzehrt, nicht ohne vorher das Gesamtkunstwerk zu fotografieren.
Über Google habe ich dann in einem Forum dann folgendes herausgefunden:
Zitat
Die süßen (und viiiel besseren, die allerdings nur die wenigsten Leute kennen) haben hellrote bzw. rosa “Kerne” Sie sind insgesamt kleiner als die sauren, haben aber oft größere “Kerne”.Die Schale dieser Granatäpfel ist sehr hart, denn sie ist vertrocknet. Wenn man mit den Fingern darüberfährt, ist die Haut sehr rauh und trocken -fast schon wie Holz.
Die Kerne sehen auch oft nicht so ebenmäßig aus, wie bei den sauren. Sie sind oft unförmig und unregelmäßig gefärbt.
Dort an die “Kerne” ranzukommen gestaltet sich viel schwerer, als bei den sauren, da sie süßen viel festere Schalen haben – aber es lohnt sich wirklich, diese Früchte sind ein Genuss.
Dem Text kann ich nur nur zustimmen.
Mein Fazit: Granatäpfel müssen nicht toll aussehen, wenn dafür die “inneren” Werte stimmen. Wie im täglichen Leben.























