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Cherimoya – Eine neue Entdeckung

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Vielleicht nicht für andere, aber für mich. Wenn ich einkaufe, halte ich stets Ausschau nach Gemüse oder Früchte, die ich noch nicht kenne. Jetzt habe ich wieder ein solches Exemplar gefunden und gekauft. Eine  Cherimoya, wie ich nach langem Fragen im Laden endlich erfuhr. Denn ausgezeichnet war sie nicht.

cherymoya_01_dauni

Rein äußerlich erinnerte mich die Frucht an einen Pinienzapfen und ich wusste zunächst überhaupt nicht, was man damit anfängt. Ausser, sie bei LmF zu präsentieren.

Ich habe sie dann erst einmal von allen Seiten fotografiert, um ein halbwegs passables Foto zu bekommen. Danach googelte ich eifrig (was sonst?) und wurde bei Wikipedia fündig.

Hier das wichtigste im Schnelldurchlauf:

Die Cherimoya (Annona cherimola) (Quechua chirimuyu, „kalte Frucht“; in Südamerika und Spanien auch Chirimoya oder Churimoya) ist ein immergrüner, tief verzweigter Baum oder Strauch von drei bis neun Metern Höhe. Als Wuchsort kommen Zitrusfruchtstandorte in Frage.

und

…die Cherimoya ist essreif, wenn ihre Haut leicht schwärzlich ist und auf leichten Druck nachgibt. Sie wird geschält und von den inneren Samen befreit und so pur oder mit ein wenig Zitronensaft genossen. Fruchteis mit Cherimoyageschmack ist in Chile weit verbreitet.

Nur reif ist Cherimoya auch ein Genuss, sie sollte nie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird empfohlen, die Frucht zum Nachreifen in Papier einzuschlagen, bis das Fruchtfleisch weich ist – etwa wie das der Mango oder der Avocado, die in Deutschland auch oft unreif verkauft werden.

Der Saft der Cherimoya verursacht beim Kontakt mit der Kleidung hartnäckige, schwer zu entfernende bräunliche Flecken.

Meine Cherimoya war nun allerdings schon sehr reif, als ich sie nach zwei Tagen endlich aß. Ich entfernte vorsichtig die Haut, das Fruchtfleisch hatte mittlerweile eine Konsistenz wie eine durchgedrückte Banane und sah auch ähnlich aus. Es verströmte einen angenehmen Duft.

Mühselig war allerdings das Entfernen der schwarzen Kerne, die relativ groß sind und von denen es anderer Stelle heißt, sie seien giftig  und dürften nicht verschluckt werden.

Das Fruchtfleisch, das ausgesprochen lecker ist und mich an ein Mittelding zwischen Himbeeren und Banane erinnert, verzehrte ich   nicht nur pur, sondern mischte den größten Teil davon unter einen Joghurt.

Diese Kombination war ein absoluter Renner und ich kann jedem nur empfehlen, die Cherimoya einmal selbst zu probieren.  Mit oder ohne Joghurt, mit Eis,  als Milchshake oder einfach pur.

Ein Genuß ist diese Frucht allemal.

🙂

 

 

 

7 Kommentare

  1. So, gestern hab ich diese Cherimoya auch probiert!
    Leider vor lauter Begeisterung das Fotografieren vergessen… hm.Sie sah wirklich exakt genauso aus wie deine.
    Beim Aufschneiden ploppte dann erst mal der „Korken“ weg, sprich die Stelle, auf der deine Cherimoya steht, da wo sie wohl am Baum/ Strauch angewachsen ist. Ein heller Saft trat aus.
    Nach dem Aufschneiden steig mir dann gleich mal ein sehr bananiger Duft in die Nase. So wie sehr stark zerdrückter Babybananenbrei. *grins* und genauso sah sie innen auch aus. Zerdrückter hellbrauner, schleimiger Bananenbrei mit dicken schwarzen Kernen.
    Mann, ich ärger mich immer noch, dass die Kamera nicht in der Nähe war!! Also appetitlich ist was anderes.
    Wie hast du bloß die ganzen Kerne raus gepult, Dauni??
    Ich hab dann beschlossen unter äußerster Vorsicht, das Fruchtfleisch zu löffeln und es von den angeblich giftigen Kernen sozusagen abzulutschen (hier bei uns in Bayern sagt man „zutseln“ 😉 )
    Die sind übrigens ganz schön groß und in rauen Mengen enthalten. Wenn man mal das Preis-, Leistungsverhältnis überdenkt, ganz schön teuer für so wenig Fleisch und soviel Kern.

    contra: teuer, anstrengend zu essen, nicht sehr ansprechend aussehend beim Aufschneiden, wenig Ausbeute
    pro: fremdartig, befriedigt die Neugierde nach Neuem, schmeckt lecker, aber nicht extrem,

    Resultat–> muss ich nicht nochmal haben.
    Überreifer Bananenbrei ist billiger und leichter zu essen. 😉

    Was mich mal interessieren würde, haben andere die Cherimoya auch schon probiert und wie ist deren Urteil?

  2. Kerne per Handarbeit herausgepult. Ablutschen habe ich mich nicht getraut. 😉 Ziemlich langwierige Angelegenheit. Habe den Brei und die Kerne auch noch fotografiert und werde die in den Artikel vllt. noch einstellen.

  3. Hihi, ablutschen geht aber, ich leb ja noch! Nur wie es ausschaut, wenn man einen versehentlich verschluckt… ???
    Mich würd ja mal interessieren, wie diese Drachenfrucht schmeckt, Pithaja oder so ähnlich.

  4. Die Drachenfrucht sieht toll aus, schmeckt leider aber etwas enttäuschend nach ähm, sagen wir mal nichts. Vielleicht habe ich auch eine erwischt, die noch nicht ganz reif war 😉

  5. Ja ich weiß, die Farben sind fantastisch!
    Mal sehen, ob ich irgendwo mal eine erwisch.

  6. Also, ich hab Cherimoya und Pitahaya beides probiert, zunächst in Deutschland und später auch in den Herkunftsländern.
    Fazit: Pitahaya schmeckt am besten in Vietnam, da ist es heiß und sie ist köstlich und erfrischend in allen Variationen vor allem als Fruchtshake. In Deutschland kommt das nicht so recht rüber, vor allem der Preis ist heftig (in Vietnam 1 kg = 3 Früchte = 0,10 €!)
    Cherimoya kann ich mir dagegen hier nicht verkneifen und muss immer mal wieder zuschlagen. Wenn sie innen schleimig ist und braun ist sie definitiv viel zu spät gegessen und überreif. Ablutschen der Kerne ist überhaupt kein Problem, am besten löffelt man aus. Manchmal erwischt man Exemplare, die nicht so viele Kerne haben. Am besten schmeckten sie in Costa Rica auch als Fruchtshake. Dort können sie riesig werden und haben Stacheln dran. Das Problem ist, weil sie so empfindlich sind, werden sie selten exportiert.
    Jakfrucht ist übrigens auch lecker, aber in Deutschland sicher kaum erhältlich, leider 🙁

  7. Ich denke, das Hauptproblem bei all‘ diesen Früchten ist, dass sie noch nicht oder eben zu reif sind, wenn wir sie hier kaufen. Und wir eben zu wenig Ahnung haben, welches der richtige Reifegrad ist. Das fängt ja schon beim Kauf der Wassermelone an…;-) Aber probieren werde ich doch immer wieder, wenn mir etwas Neues auffällt. Dazu bin ich viel zu neugierig.

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